Sonntag, 8. Januar 2017

Pulli für mich

Hallo,

ich wünsche allen Lesern ein gesundes Neues Jahr.


Ein warmer Überziehpullover ist in der letzten Zeit entstanden. Eine Anleitung gab es nicht. Mit einem der RVO- Rechner hab ich nur die Anzahl der Maschen zur Aufnahme errechnet und dann ging es los, mit Raglan von oben, dazu noch ein Zopfmuster am Vorderteil. 



Es machte einfach Spaß zu stricken und jetzt wärmt er mich. Bei den jetzigen Temperaturen super.

Links:

Gypsy
Pulli für mich

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jahresrückblick

Ein Jahr geht zu Ende. Viel ist passiert in der Welt, doch das wisst ihr ja alle, die Zeitungen und die Netzwerke sind jeden Tag voll damit. Doch hat auch jeder einzelne sein Jahr 2016 erlebt. Es gab Veränderungen oder auch nicht. Es traten Probleme auf, die es zu lösen galt.



Auch mein 2016 war durchwachsen. Es fing mit der Reha in Bad Wildungen an. Ein schöner Kurort, wo man bummeln und Unternehmungen machen konnte. Mehrere kleine Kaffee besuchte ich, war im Kurkino, auch das Schloss hab ich besucht. Den Kurpark und die Wandelhalle nutzte ich für kurze und längere Spaziergänge, vor allem wenn ich Ruhe und Zeit zum nachdenken brauchte. Die Reha war aber nicht nur zum Spaß gedacht, auch arbeite ich an mir, Erlebnisse aus der Vergangenheit wurden angesprochen und ich lernte Skills, zum Umgang mit aufkommenden Triggern oder Gefühlschaos. Ich begegnete in dieser Zeit vielen lieben Menschen, die mir zum ersten Mal zeigten, dass ich so, wie ich bin, gut bin. Ich musste mich nicht erst groß erklären, warum und weshalb ich gerade so drauf bin. Es kam einfach ein Verständnis und Akzeptanz. 

Mein Reisebegleiter


Blick zum Schloß
Der Schloßinnenhof

Riesig und lecker waren die Windbeutel im Knusperhaus.




Teich im Kurpark



Wieder zu Hause war erst mal komisch, der Kopf voller neuer Dinge. Voll angetriggert und in der Depri. Mit der Zeit legte es sich und es kehrte wieder Alltag ein. Normaler Alltag, was ist das? Für mich… mit den Auswirkungen der Traumafolgestörung und den Depressionen leben lernen. Die Beschwerden in dem Moment, wenn sie da sind, akzeptieren. Danach hinterfragen und für mich heraus finden, was sie lindert bzw. sie erträglicher macht. Mir hilft dabei das Zeichnen und Menschen, die zuhören. Sehr wichtig ist mir dabei mein kleines soziales Netzwerk geworden, was momentan fast ausschließlich aus beruflichen Helfern (Therapeut, Ergotherapie, Familienhilfe) besteht. Es hilft mir und das ist was zählt.

 Danke an alle diese Menschen!



Aber die Erkrankung ist nicht mehr nur Fluch, sondern macht auch neue Wege möglich. Ohne die würde ich mich bestimmt nicht so viel mit Graffiti, Zeichnen und anderen künstlerischen Sachen beschäftigen, vielleicht würde ich immer noch brav meine Dienste im Pflegeheim schieben. Ich hätte nie gemerkt, wie wichtig mir mein eigener Entscheidungsspielraum und meine Freiheit sind. Ich bekam/ bekomme die Chance mich neu zu orientieren. 



Obwohl der Alltag oft von der PTBS bestimmt wird, war es nicht die gesamte Zeit so. Auch habe ich einiges erlebt und geschafft. 

Die Teilnahme am Kunst- und Handwerkermarkt in Gostewitz und kurz danach am Sommerfest der Künste mit der Graffiti- Crew des Sprungbrett e.V. empfand ich als einen Erfolg für alle Beteiligten. Ach fast hätte ich es vergessen, die Gostewitzer Hofweihnacht.

Ein Teil des Standes beim Sommerfest der Künste
 
Stand im ehemaligem Stall zur Hofweihnacht



Nicht nur in Riesa war die Crew unterwegs, auch in Limbach- Oberfrohna. Zuerst besuchten wir die Ibug und eine Woche später mit dem Stand den Tag der Sachsen.






An dieser Stelle danke ich für die Zusammenarbeit mit Wolfi und der Crew, sowie Jan Giehrisch.

Diese Höhepunkte taten der Seele gut, auch die Teilnahme an der Sommerakademie. Diese war besser als jede Therapie. Ich fühlte mich richtig lebendig und das positiv lebendig. Der Workshop Holzbildhauerei sollte es sein. Zuerst sonst sinnlos erscheinendes altes Holz sammeln, dann mit Werkzeug bearbeiten und zuletzt sich am Ergebnis erfreuen.



 

 Ich finde so schlecht war 2016 für mich nicht. Ich konnte neue Erfahrungen sammeln, viele Menschen kennen lernen, sehe mich auf einem guten Weg. 
Für 2017 gibt es schon eine feste Aufgabe, die Gestaltung einer Ausstellung zu evangelischen Kirchentag in Berlin, Thema ist Depression. Geplant sind die Teilnahme an den Märkten und der Sommerakademie. Ich wünsche mir die Kraft immer besser mit den Einschränkungen umgehen zu können, um die geplanten Sachen und was noch kommt geniessen zu können.

Vielleicht fallen euch noch gemeinsame Erlebnisse, Begegnungen ein, die in den Kommentaren mit mir und der Welt teilen wollt.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Links zu Artikeln des Blogs:
Hofweihnacht
Sommerfest der Künst
Tag der Sachsen
Zeichnungen
Sommerakademie


Ein Jahr geht zu Ende. Viel ist passiert in der Welt, doch das wisst ihr ja alle, die Zeitungen und die Netzwerke sind jeden Tag voll damit. Doch hat auch jeder einzelne sein Jahr 2016 erlebt. Es gab Veränderungen oder auch nicht. Es traten Probleme auf, die es zu lösen galt.



Auch mein 2016 war durchwachsen. Es fing mit der Reha in Bad Wildungen an. Ein schöner Kurort, wo man bummeln und Unternehmungen machen konnte. Mehrere kleine Kaffee besuchte ich, war im Kurkino, auch das Schloss hab ich besucht. Den Kurpark und die Wandelhalle nutzte ich für kurze und längere Spaziergänge, vor allem wenn ich Ruhe und Zeit zum nachdenken brauchte. Die Reha war aber nicht nur zum Spaß gedacht, auch arbeite ich an mir, Erlebnisse aus der Vergangenheit wurden angesprochen und ich lernte Skills, zum Umgang mit aufkommenden Triggern oder Gefühlschaos. Ich begegnete in dieser Zeit vielen lieben Menschen, die mir zum ersten Mal zeigten, dass ich so, wie ich bin, gut bin. Ich musste mich nicht erst groß erklären, warum und weshalb ich gerade so drauf bin. Es kam einfach ein Verständnis und Akzeptanz. 

Mein Reisebegleiter


Blick zum Schloß
Der Schloßinnenhof

Riesig und lecker waren die Windbeutel im Knusperhaus.




Teich im Kurpark



Wieder zu Hause war erst mal komisch, der Kopf voller neuer Dinge. Voll angetriggert und in der Depri. Mit der Zeit legte es sich und es kehrte wieder Alltag ein. Normaler Alltag, was ist das? Für mich… mit den Auswirkungen der Traumafolgestörung und den Depressionen leben lernen. Die Beschwerden in dem Moment, wenn sie da sind, akzeptieren. Danach hinterfragen und für mich heraus finden, was sie lindert bzw. sie erträglicher macht. Mir hilft dabei das Zeichnen und Menschen, die zuhören. Sehr wichtig ist mir dabei mein kleines soziales Netzwerk geworden, was momentan fast ausschließlich aus beruflichen Helfern (Therapeut, Ergotherapie, Familienhilfe) besteht. Es hilft mir und das ist was zählt.

 Danke an alle diese Menschen!



Aber die Erkrankung ist nicht mehr nur Fluch, sondern macht auch neue Wege möglich. Ohne die würde ich mich bestimmt nicht so viel mit Graffiti, Zeichnen und anderen künstlerischen Sachen beschäftigen, vielleicht würde ich immer noch brav meine Dienste im Pflegeheim schieben. Ich hätte nie gemerkt, wie wichtig mir mein eigener Entscheidungsspielraum und meine Freiheit sind. Ich bekam/ bekomme die Chance mich neu zu orientieren. 



Obwohl der Alltag oft von der PTBS bestimmt wird, war es nicht die gesamte Zeit so. Auch habe ich einiges erlebt und geschafft. 

Die Teilnahme am Kunst- und Handwerkermarkt in Gostewitz und kurz danach am Sommerfest der Künste mit der Graffiti- Crew des Sprungbrett e.V. empfand ich als einen Erfolg für alle Beteiligten. Ach fast hätte ich es vergessen, die Gostewitzer Hofweihnacht.

Ein Teil des Standes beim Sommerfest der Künste
 
Stand im ehemaligem Stall zur Hofweihnacht



Nicht nur in Riesa war die Crew unterwegs, auch in Limbach- Oberfrohna. Zuerst besuchten wir die Ibug und eine Woche später mit dem Stand den Tag der Sachsen.






An dieser Stelle danke ich für die Zusammenarbeit mit Wolfi und der Crew, sowie Jan Giehrisch.

Diese Höhepunkte taten der Seele gut, auch die Teilnahme an der Sommerakademie. Diese war besser als jede Therapie. Ich fühlte mich richtig lebendig und das positiv lebendig. Der Workshop Holzbildhauerei sollte es sein. Zuerst sonst sinnlos erscheinendes altes Holz sammeln, dann mit Werkzeug bearbeiten und zuletzt sich am Ergebnis erfreuen.



 

 Ich finde so schlecht war 2016 für mich nicht. Ich konnte neue Erfahrungen sammeln, viele Menschen kennen lernen, sehe mich auf einem guten Weg. 
Für 2017 gibt es schon eine feste Aufgabe, die Gestaltung einer Ausstellung zu evangelischen Kirchentag in Berlin, Thema ist Depression. Geplant sind die Teilnahme an den Märkten und der Sommerakademie. Ich wünsche mir die Kraft immer besser mit den Einschränkungen umgehen zu können, um die geplanten Sachen und was noch kommt geniessen zu können.

Vielleicht fallen euch noch gemeinsame Erlebnisse, Begegnungen ein, die in den Kommentaren mit mir und der Welt teilen wollt.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Links zu Artikeln des Blogs:
Hofweihnacht
Sommerfest der Künst
Tag der Sachsen
Zeichnungen
Sommerakademie


Samstag, 3. Dezember 2016

Gostewitzer Hofweihnacht

Hallo,

ein toller Tag mit vielen netten Menschen ist vorbei. Es war zwar kalt, aber mit warmen Getränken und einem warmen Bad zu Hause gut aushaltbar.

Tag Nummer eins bei der Gostewitzer Hofweihnacht




Gostewitz habt ihr noch nicht gehört? Es ist ein Ortsteil der Stadt Riesa, sehr ländlich gelegen und besteht aus wenigen Häusern und Höfen. Das WohnKulturGut gehört dazu. Aus einem alten herunter gekommenen Bauernhof entstand in den letzten Jahren ein Anlaufpunkt für Kunst und Handwerk.
Zusammen mit Wofi und Momo betreiben wir einen Stand mit vielen Kunstwerken, meist Stencil- Graffiti, aber auch kleine genähte Mitbringsel und kleinem Mitmach- Angebot.

Solche Märkte sind für mich eine gute Abwechslung vom Alltag. Man trifft alte Bekannte und neue interessante Menschen und kommt mit ihnen ins Gespräch. Mir tut es gut und ist fast wichtiger als der Umsatz am Stand. Mich motiviert es weiter zu machen.

Seid ihr neugierig geworden? Morgen gibt es noch eine Chance den kleinen gemütlichen Markt zu besuchen. Zwischen 11 und 18 Uhr freuen sich alle Teilnehmer auf Interessenten.



Durch diese kleine Gasse muss du gehen, um uns zu finden.


Eine kleine Auswahl für die Ausstellung zum Kirchentag 2017 in Berlin.
Titel: Was geht in mir vor?- Wieso sieht es keiner?

Untertitel: Was empfindet ein depressiver Mensch?


Wand mit Verkaufsbildern aus meiner Hand, Stencil- Graffiti, Tiefdruck, Weihnachtskarten
Ein Teil des Standes